Sonntag, 9. Oktober 2011

This is Ecuador! oder "Wiu wiu wiu -uuuup uuuup -äääh äääh äääh!"

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

es hat ein wenig gedauert aber jetzt kommt er endlich, unser erster Blogeintrag aus Ecuador!
Am Montag Abend schon waren Lucas und Kristina schon ins wunderschöne Seligenstadt (da kommt Franca her) gekommen um am nächsten Morgen zu nachtschlafender Zeit zum Frankfurter Flughafen zu starten. Um 5 Uhr am Flughafen angekommen standen wir erstmal ziemlich lange mit unseren gigantischen Alukisten in der Check-In-Schlange!



Anscheinend waren die anderen Fluggäste aber nicht begeistert von unserem hoch wissenschaftlichen Gepäck! Besonders ein Passagier schien in unseren Boxen terroristisches Gefahrengut zu erwarten! (Die Person rechts im Bild ist übrigens Kristina, für alle die sie noch nicht kennen)


Wir hielten ihn ja für etwas seltsam und paranoid, aber das Sicherheitspersonal am Frankfurter Flughafen schien seiner Meinung zu sein. Denn in Ecuador angekommen fanden wir diesen netten Zettel in unserem Gepäck!



Keiner von uns wusste, dass kleine Feuerzeuge im aufgegebenen Gepäck gefährlich sind…

Dennoch hat man uns in den Flieger gelassen! Hier sehen sie einen Teil unserer Reisegesellschaft vor dem Flieger: Stefan (unser aller Chef), Franca und Kristina. Lucas musste das Foto machen…



Bei der Zwischenlandung in Madrid haben wir dann noch Matthias mit in unsere Reisegesellschaft aufgenommen.
Im Flieger war dann auch schon sehr deutlich die unterschiedliche Erwartungshaltung der Reiseteilnehmer zu erkennen. Kristina: begeistert aus dem Fenster guckend! Franca: erstmal ne Runde pennen!



Und dabei gab es so schöne Wolken zu sehen.



Obwohl, das Essen bei Iberia hätte man wohl besser verschlafen… Reis mit Pilzsoße und pinker Chemiekuchen!


Die Landung in Quito war auch mal wieder eine ganz spezielle Erfahrung! Bei Nebel bis gefühlte 2 Meter über dem Boden und strömendem Regen auf einer Landebahn mitten in der Stadt zu landen ist auch nicht jedermanns Sache! Aber wir fandens spannend ;-)



Vom Flughafen aus machten wir uns dann auf den Weg ins Hotel Aeropuerto. Im Klartext, über die Straße und durch die Tür rein!
Unsere Zimmer waren für Ecuadorianische Verhältnisse auch echt gut, aber was ist das nach 22 Stunden Reise nicht.



Das Beste war aber das einmalige technische Wunderwerk auf unserem Nachttisch. Ein Uhr-Radio-Telefon-Wecker!


Um den Abend gebührend zu beenden machten wir uns dann noch auf die Suche nach einem Bier! Und endeten in einem ecuadorianisch-asiatischen Restaurant! Hier sehen sie auch endlich den Rest unserer Truppe. Ganz links sitzt Matthias, der lustige Mykorrhiza-Prof aus Berlin! Und ganz rechts Lucas, das dritte Mitglied des diesjährigen Team Ecuador!



Und Das gesuchte Bier haben wir dort sogar auch bekommen! Das erste echte ecuadorianische Pilsener für Lucas und Kristina!


Früh am nächsten Morgen (früher als geplant: 5:45 Uhr) ging es weiter von Quito nach Loja! Hier unser netter kleiner Tame-Flieger!



Auch wenn dieser Flug nur 45 Minuten dauerte haben wir doch ganz fnatastische Sachen zu sehen bekommen.
Als erstes der Cotopaxi zur linken.



Und dann der Chimborazo zur rechten.



Am Flughafen angekommen wurde dann unser ganzes Gepäck fachmännisch in einem Taxi verstaut! Stefan beäugt die Konstruktion noch einmal kritisch…



In Loja angekommen bezogen Stefan und Matthias das extrem noble Hotel Howard Johnson während Kristina, Franca und Lucas ins Hotel Podocarpus einquartiert wurden. Auch nett aber kein Swimmingpool, gigantisches Frühstück oder 18 Kopfkissen mit denen Matthias und Stefan sich einen Kampf liefern wollten!



In unseren Zimmern gab es nur die normale Anzahl von Kopfkissen aber dafür ein besondere Lüftung zwischen Bad und Schlafraum die ungemein zur Minimierung der Privatsphäre beiträgt!



Als die Zimmer bezogen waren machten wir uns auf zu einem Rundgang durch das wunderschöne Loja.





Natürlich durfte auch der Markt nicht fehlen. Lucas und Kristina wagten dabei trotz mehrfacher Warnung von Franca den Gang durch die Fleischabteilung!



Danach brauchte vor allem Kristina aber erstmal ne Pause. Und so ging es weiter in die wesentlich besser aussehende und vor allem duftende Obst- und Gemüsehalle!



Am Abend stand dann eine weitere typisch ecuadorianische Erfahrung auf dem Programm! Kristina musste/wollte Meerschweinchen essen!!!
Leider bekommt man ja nur ein halbes der niedlichen Tierchen serviert und Kristina musste mit dem hinteren Ende vorlieb nehmen. Und so sah ihr Abendessen aus:



Nachdem Kristina damit fertig war, konnte man das arme kleine Geschöpf überhaupt nicht mehr erkennen. Ein Schlachtfeld! Aber es hat geschmeckt!



Um den Abend gebührend abzurunden gingen wir danach noch nicht zurück ins Hotel sondern stattdessen in eine bei allen deutschen Stationsbewohnern bekannte Kneipe. Das Viejo Minero! Die Spezialität des Hauses durften wir dort natürlich auch nicht auslassen. Cerveza especial! Bier aus dem Pisspott!!!



Besonders unsere beiden Professoren hatten ihren Spaß mit diesem Getränk und wie Stefan mehrfach bemerkte hatte er den größeren!



Nach diesem sehr vergnüglichen Abend ging es am nächsten Tag zurück zum Ernst des Lebens! Die Tagung in Loja begann und wir fuhren zu UTPL (technische Universität von Loja). Als erstes mussten wir allerdings den super gepflegten und schönen Campus bewundern.





Im Hörsaal standen dann am Vormittag wichtige und spannende Vorträge auf dem Programm.
Matthias brachte uns die wichtige Botschaft: „Plants don´t have roots, they have mycorrhiza!“



Und Stefan erklärte den Unwissenden dort draußen, dass der Boden sowieso das Wichtigste System der Welt ist! Aber das wissen viele unserer Leser ja sowieso schon!



Mittagessen gab es dann in der wiederum sehr schicken Mensa!



Und danach gingen die Vorträge weiter… in wechselnder Qualität. So dass Stefan lieber an wichtigerem arbeitete.



Mathias machte sich irgendwann ganz aus dem Staub. (Daher hier auch kein Foto von ihm…)
Und Lucas, Kristina und Franca durchstreiften den Campus um Fotos zu machen!



Unter anderem auch ein schickes Panorama von Loja.



Es folgte am Freitag dann noch ein weiterer Tagungstag, aber da hier alle Vorträge auf spanisch waren gingen wir lieber in Loja wichtiges Arbeitsmaterial einkaufen und hörten uns dann am Nachmittag nur noch die Mitgliederversammlung an.
Am Freitag Abend endete die Tagung mit einem Dinner der wichtigen Leute. Bei dem Franca leider keine Fotos gemacht hat. Dafür waren Lucas und Kristina alleine in Loja unterwegs und entdeckten ein super Restaurant mit Grill in der Tür und leckerem Essen für nur 2,50 Dollar!


Beschlossen wurde der Abend dann noch im Viejo Minero aber wir hielten es nicht mehr so lange aus, da Matthias und Stefan bereits am frühen nächsten Morgen mit dem Flugzeug zurück in Richtung Quito aufbrachen um noch am selben Abend weiter nach Deutschland zu fliegen.
Und so endeten auch schon unsere ersten Tage in Loja mit unserem Chef! Eine echt lustige und bierreiche Zeit hatten wir aber zusammen! Grüße also von hier noch mal an die Beiden! Hoffentlich seid ihr gut wieder in Deutschland angekommen!
Für uns drei ging es dann am nächsten Tag endlich los auf die Station. Aber das erzählen wir Ihnen im nächsten Eintrag!

Unglaublich aber wahr!
Bleiben Sie dran für mehr science in nature!

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