Dienstag, 18. Oktober 2011

Thats what we do here!

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

nach drei Tagen im Stationswald war es endlich mal Zeit für einen Szenenwechsel! Daher machten wir uns mit Abraham auf den Weg nach Bombuscaro. Da es seit über einer Woche nicht mehr geregnet hatte, mussten wir uns diesmal keine Sorgen um Erdrutsche machen. Im fast schon Tieflandregenwald angekommen schien auch wirklich ganz herrlich die Sonne. Das lockte auch jede Menge cooler Tiere auf den Plan! Hier eine Auswahl unserer schönsten Beobachtungen.

Aber eigentlich waren wir ja nicht zum Tierchen gucken hier sondern zum Arbeiten. Also wurde an der ausgewählten Stelle angekommen, erstmal sämtliches Equipment im Wald ausgebreitet! Ja… alles dabei!

Lucas und Franca brachten sich auch gleich in Arbeitsposition während Kristina als Mädchen für alles sämtlichen Kram heranschleppte und Fotos machte.

Und jetzt ist es auch endlich an der Zeit Ihnen einmal zu erzählen was wir hier eigentlich machen. Wie sie ja schon mitbekommen haben, starten wir ein Wurzel- bzw. Mykorrhiza-Ausschluss Experiment. Dazu wird zuerst von Lucas der Hartstahlbohrer in den Boden gedreht bzw. geschlagen. Was echt sch… anstrengend ist, da der Boden nur aus Wurzeln und Steinen besteht… oder aus beidem!!!

Dann wird der Bohrer vorzugsweise mit Bodensäule darin herausgezogen.

Danach hat man ein wunderschönes Loch im Boden, aber dazu später mehr!

Die Bodensäule wird dann von Franca übernommen und nachdem die Streuschicht entfernt wurde kommen die oberen 5 cm Boden in den Mesokosmos (die kennen sie ja schon).

Auf den Boden drauf kommt dann ein Netz mit 4 mm Maschenweite und darauf eine abgewogene Menge Streu!

Dann noch ein Deckel drauf und ab mit dem Kosmos in das nach dem Bohren zurückgebliebene Loch!

Die Flächen noch ordentlich markieren mit möglichst vielen Stangen und Absperrband! Und dann ein Jahr warten. Ja, das sieht gut so aus!

Lucas hatte sich sehr schnell als bester Bodenbohrhandhaber herausgestellt. Francas kurze Versuche sahen dagegen eher amüsant aus.

Aber ein bisschen Spaß muss neben der Arbeit ja auch sein! Hier sehen sie Lucas mit der neusten Perückenmode. Diese Blätter, in Normalgröße, befinden sich übrigens auch in unseren Kosmen.

Auch andere Blätter im Wald erwiesen sich als sehr freundlich! Kristina war ganz begeistert wie dieses Blatt sich als Rückenstütze für Franca anbot. Die war jedoch eher von Kristinas Fotowahn genervt ;-)

Nachdem die Arbeit endlich geschafft war, hatten wir sogar noch Zeit um ein wenig die Vorzüge eines Sonnentages in Bombuscaro zu genießen. Also ging es erstmal auf zum Wasserfall.

Und hier ist er auch schon!

Und Lucas musste sich auch direkt darunter stellen!

Da man an dieser Stelle jedoch nicht gut schwimmen kann, verließen wir den Wasserfall bald wieder und gingen zur Badestelle, die Sie ja bereits vom letzten Bombuscarobericht kennen. Hier wurden unsere Rucksäcke erstmal wieder inspiziert. Diesmal aber nicht von Inspector Bumblebee sondern seinem Kollegen Inspector Jumping-Spider!

Alles in Ordnung? Gut! Dann kann es ja auf ins Wasser gehen! Und Lucas unser mutiger Adonis, präsentierte uns seinen Astralkörper bei einem gewagten Klippensprung!

Wir waren gebührend beeindruckt!

Danach wurde noch ein bisschen geschwommen und auf einem Stein mitten in der Strömung in der Sonne gelegen. Leider gibt es davon keine Bilder aber wir versichern Ihnen, dass es ganz großartig war!

Nachdem wir uns endlich losgerissen hatten und zum Auto zurückgelaufen waren konnte die Heimfahrt beginnen. Diese war jedoch noch spannender als erwartet, denn da es so lange trocken war hatte es ganz in der Nähe des Parks angefangen zu brennen. In Ecuador kommen solche Feuer in der Trockenzeit leider sehr oft vor! Wir hoffen, dass die Verantwortlichen den Brand schnell unter Kontrolle bekommen haben. Wenn wir das nächste Mal nach Bombuscaro fahren werden wir Ihnen berichten ob der Wald noch steht!

Und zum Abschluss noch das Tier des Tages! Das ist heute ein Falter, der es wegen seiner wunderschönen Färbung post mortem noch zum Tier des Tages geschafft hat! Wir haben ihn auf dem Weg gefunden und ihm mit diesem Eintrag die letzte Ehre erwiesen.

Ein durchweg erfolgreicher Tag ging so zu Ende und jetzt müssen wir in drei Tagen nur noch einmal nach Bombuscaro und vorher zweimal nach Cajanuma und dann sind wir auch schon fertig! Hoffentlich!

Unglaublich aber wahr!

Bleiben Sie dran für mehr science in nature!

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