Donnerstag, 27. Oktober 2011

*BABYKATZENQUITSCH*

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

nach langen und anstrengenden Arbeitstagen im Regenwald und nachdem sich der freie Tag spontan in Rauch aufgelöst hatte, waren die Scheus urlaubsreif. Dazu lässt sich nur sagen : VILCABAMBA.

Die meisten Leser kennen diesen Ort bestimmt schon, er wird auch als Tal der Hundertjährigen bezeichnet und eignet sich somit perfekt zur Regeneration. Die wir noch mehr nötig hatten, nachdem wir uns als Firefighter bewiesen hatten. Also schnell die Sachen gepackt, geguckt wann der Bus fährt und schon wurde der Station der Rücken gekehrt.

Da die Busfahrpläne in Ecuador nicht sehr zuverlässig sind, mussten wir noch über eine halbe Stunde am Straßenrand warten. Diese Zeit mussten wir uns irgendwie vertreiben, es wurde noch mal das Feuer besprochen, mit Gräsern gefochten und keine Ahnung was Kristina da eigentlich macht.

Der Bus kam dann auch irgendwann und wir erkannten schnell warum er so lange gebraucht hat, dieses Mal waren keine kotzenden Kinder anwesend, aber er war trotzdem hoffnungslos überfüllt und quälte sich mit Schrittgeschwindigkeit den Berg hoch. Die sonst nur knapp einstündige Fahrt nach Loja, dauerte dieses Mal 1 ½ Stunden! Nachdem wir dann endlich den ersten Teil unserer Reise hinter uns gebracht hatten verspürten wir alle ein Hungergefühl. Die Wahl fiel, in Ermangelung sämtlicher Alternativen (in Loja macht man 3 Stunden Mittagspause auch in Restaurants), auf ein Restaurant der Kette El Fog’n Grill. Sehen Sie hier selbst wie hungrig Lucas war.

Weiter ging die Fahrt mit Vilcabambaturis.

Nach dieser weiteren Fahrt in einem stickigen ecuadorianischen Bus kamen uns die Taxata in Vilcabamba sehr entgegen. Es sind kleine Pickups bei denen die Fahrgäste bevorzugt auf der Ladefläche mitfahren, oder machen das nur so verrückte Touristen wie wir?

Im Hotel Izhcayluma, oder auch liebevoll Izzycajanuma genannt, angekommen ging es erstmal geschwind an die Rezeption.

Dann bewunderten wir die Anlage.

Und den Ausblick auf Vilcabamba vom Frühstücksraum/Restaurant aus. Natürlich alles unter freiem Himmel, da es in Vilcabamba angeblich nie regnet.

Dann richteten wir uns in unserem Zimmer ein und machten eine kleine Siesta, können Sie es sehen?

Die Badezimmer im Izhcayluma sind wunderschön und die Dusche ist sehr geräumig. Außerdem entspricht alles deutschen Hygienevorstellungen. Danke an Peter und Dieter, die deutschen Betreiber des Hotels. Kristina wäre am liebsten sofort im Badezimmer eingezogen.

Durch eine erfrischende Dusche wieder geweckt ging es auf in die Stadt. Auf dem Weg dahin entdeckte Franca eine Szene aus „Big Fish“.

Der Ausblick in Vilcabamba ist aber auch nicht schlecht.

In der Stadt haben wir dann bei einem Mexikaner gegessen, der uns von Franca empfohlen wurde. Da Shantas geschlossen hatte mussten wir auch dort unsere Cocktails genießen. Lucas hatte sich Blut bestellt.

Wir entschieden uns, am nächsten Tag eine Reittour zu machen, Ursprünglich dachten wir, dass wir nur zu dritt und einem Guide ausreiten würden. Jedoch gesellten sich noch 6 zusätzliche Personen dazu. Noch guten Mutes, warteten wir darauf, dass uns unsere Pferde zugeteilt wurden. Da wir alle wenig bis gar keine Reiterfahrung hatten, bekamen wir leicht zu handhabende Pferde.

Hier sitzt Franca auf Mandango, welcher nach einem Berg in der Nähe von Vilcabamba benannt ist.

Lucas durfte auf Corazón reiten und war mehr als Glücklich mit seinem "Herz"!

Kristina bekam natürlich auch ein Pferdchen zugeteilt, aber dessen Name ist leider nicht überliefert, da es nur einen sehr kurzen Auftritt hatte. Kristina merkte bereits kurz nach dem Aufsitzen, dass ihr Respeckt vor Pferden doch zu groß ist und entschied sich gegen die Reittour. In Anbetracht der Wege, die wir mit den Pferden bewältigten eine sehr weise Entscheidung.

So machten sich Lucas und Franca mit dem Rest der Reitertruppe auf den Weg in die Berge, während Kristina am Pool entspannte und sich die Stadt anguckte!

Ab und an musste während des Ritts eine kurze Pause eingelegt werden, da nicht alle Pferde so schnell unterwegs waren wir Corazón.

Nach etwa 1 ½ Stunden kamen wir an unserem Ziel an, ein Wasserfall. Hier konnten sich Pferde, sowie Reiter eine verdiente Pause gönnen.

Nach dieser kleinen Verschnaufpause ging es wieder bergab nach Vilcabamba, wobei wir größtenteils einen wunderschönen Ausblick hatten. Man konnte sich zwar nicht die ganze Zeit diesem zuwenden, da wir ja noch reiten mussten, jedoch konnten wir einige schöne Eindrücke erhaschen.

Wieder in Vilcabamba angekommen, gönnten wir uns ein leckeres Eis am zentralen Platz und genossen das Wetter und die „Aussicht“.

Anschließend gingen wir nochmals zum Mexikaner und entschieden uns für deftiges Essen, um wieder zu Kräften zu kommen.

Nun ging es auf altbekannte Art wieder Richtung Hotel, wo uns die geliebte Dusche erwartete. Kristina und Lucas gönnten sich dann noch eine Massage – besser wurde Geld nie investiert! Abends ging es noch in die hoteleigene Bar.

Am letzten Morgen in Vilcabamba genossen wir ein weiteres Mal das leckere Frühstück im Hotel. Versüßt wurde dieses noch durch die Tiere des Tages. Aber sehen sie selbst:

Interessant waren zuallererst ein Stück Ananas sowie die Fototasche von Lucas.

Nach kurzer Zeit und etwas Zwang zum Glück machten es sich die Beiden dann auch bei uns bequem.

Besonders dieser kleine Kerl wollte nicht mehr loslassen und wir hätten ihn auch am liebsten mitgenommen (natürlich mitsamt Bruder), aber letzten Endes entschieden wir uns dann gegen die Flugstrapazen für die Zwei.

Im Duo ist es dann natürlich noch gemütlicher!

Verabschiedet wurden wir dann auch noch. Schweren Herzens verließen wir Vilcabamba. Aber wer weis, vielleicht kommt ja noch eine Babykatze ins Haus.

Unglaublich aber wahr!

Bleiben sie dran für mehr science in nature!

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