Donnerstag, 14. April 2011

"Im Frühtau zu Berge wir ziehn... Fallera!!!"

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

es war endlich so weit! Am Mittwoch ging es für unser mutiges Team Ecuador das erste Mal auf in den Stationswald!

Und wir Glückspilze hatten wieder strahlenden Sonnenschein, der auch den ganzen Tag anhalten sollte, trotz entfernten Donnergrollens.

Wir machen uns also um 8 Uhr morgen frohen Mutes und mit großen Rucksäcken auf dem Rücken auf den Weg zu den NUMEX Flächen (Nutrient Manipulation Experiment)!

Ein letzter Blick zurück auf die Station…

…und auf ging die Wanderschaft!

Doch schon bald wartete sie wieder lauernd auf uns… die endlose Treppe!!!

Unten war Linda noch frohen Mutes:

Franca wusste schon was noch kommt und guckte dementsprechend…

Tobi bekam schon bald den Höhenrausch… das ist das Angesicht des Wahnsinns!!!

Aber irgendwann hatten wir es doch bis oben geschafft und konnten uns unter der neuen Regen-(in unserem Fall eher Sonnen-) schutzplane erholen.

Jetzt erstmal jede Menge Fotos von unserer tollen Umgebung machen! Es ist halt doch der beste Arbeitsplatz der Welt!

Dann musste die Arbeit aber auch beginnen! Und das hieß: Erstmal die Flächen suchen! Gar nicht so leicht bei so viel Unterholz…

Sind sie hier?

Oder hier?

Und wo sind eigentlich meine Teamkollegen? Sehen Sie wo sich der Biologe versteckt?

Haha! Linda hat den Plot gefunden!

Und so sieht eine „ungestörte“ NUMEX-Fläche aus:

Auf die Bohrer… fertig… los!!!

Probe entnehmen:

Bohrer öffnen:

Bohrkern in Tüte packen:

Und Bohrer wieder verschließen:

Zwischendurch dürfen Pausen natürlich nicht fehlen. Zum Wasser trinken und Proben ordentlich verpacken!

Oder um auf Bäume zu klettern und Fotos zu machen.

Dabei hat Tobi auch schöne Epiphyten gefunden.

Nach langem Arbeiten, es war inzwischen 4 Uhr nachmittags, ging es wieder zurück zu den Rucksäcken. Nur nicht hinfallen wenn man die wichtigen Proben in der Hand hat!!

Man, waren wir geschafft als wir es hinter uns hatten. Aber das sieht man uns doch gar nicht an, oder?

Auf jeden Fall haben wir es geschafft an einem Tag alle Proben zu nehmen. 20 Mesofaunaproben, 20 Proben für mikrobielle Parameter und 112 Litterbags (Streubeutel). Alle sicher zur Station gebracht und sogar noch rechtzeitig um vor dem Essen zu duschen! Wir sind schon toll… ;-)

Aber eins fehlt noch! Das Tier des Tages: Heute haben wir uns für diesen prächtigen Schnellkäfer entschieden!

Es wurde Abend, es wurde Morgen… ein neuer Tag!

Am Donnerstag haben wir dann unsere Beute vom Vortag ordnungsgemäß versorgt!

Proben für mikrobielle Parameter in den Kühlschrank!

Proben für Mesofaunaextraktion in die „Modified Kempson Extraktoren“ (Die regelmäßigen Leser kennen sie ja schon)

Und so sehen unsere, auch als "leuchtende Mülltonnen" bekannten Arbeitsgeräte aus, wenn sie befüllt und eingeschaltet sind!

Nach der ganzen Arbeit hatten wir allerdings wieder „ein wenig“ Dreck in unserem Büro hinterlassen!

Also zu guter letzt noch Aufräumen.

Aber jetzt ist alles geschafft! Und wir sind sogar endlich mit dem Blog up to date!

Morgen geht es hoch auf 3000 m nach Cajanuma und wir versprechen jetzt schon, dass Sie auch darüber wieder alles erfahren!

Unglaublich aber wahr!

Bleiben Sie dran für mehr science in nature!

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