nach unserem Abstecher ins Tiefland war es nun an der Zeit in luftige Höhen vorzudringen, Cajanuma stand auf dem Programm und wir beteten alle für gutes Wetter! So gut Atheisten eben beten können…
Als wir am Morgen erwachten, war es zwar bewölkt, aber immerhin regnete es noch nicht! Es bestand also Hoffnung.
Nach einer längeren Fahrt durch Loja erreichten wir den Ausgangspunkt unsere Wanderung und es hieß wieder einmal: „Vamos arriba, companeros!“
Wir waren an diesem Tag auch nicht alleine unterwegs, sondern hatten Luise mit dabei (hier vorne in der Mitte zu sehen), die sich einmal Cajanuma anschauen wollte.
Als wir oben ankamen bot sich uns ein beeindruckender Anblick! Die wolkenverhangenen Gipfel boten tolle Motive für viele viele Fotos. Hier eine Auswahl:
Man konnte sogar Loja sehen.
Steffi und Garvin fühlten sich jedenfalls wie im Himmel. „I believe I can fly!“
Dann ging es aber los zur Arbeit und im Gänsemarsch stapften wir durch die Paramovegetation, die wiederum viele schöne Fotomotive bot!
Zu den Flächen selbst mussten wir dann wieder nach unten in den Wald eintauchen bis wir kaum noch zu sehen waren.
Nach den ersten beiden Blocks tauchten wir wieder aus dem Unterholz auf, um über den Grad zu den drei übrigen Blöcken zu gelangen.
Inzwischen hatten die Wolken uns erreicht und begannen uns in dichtes Weiß zu hüllen. Wieder eine Gelegenheit für stimmungsvolle Bilder:
Und wieder hieß es hinab in den Märchenwald zum Proben nehmen.
Auch von unten war den Nebel in den ca. 3 Meter hohen Baumkronen zu sehen.
Und ein mit Tau bedecktes Spinnennetz vermittelte ein Gefühl von Altweibersommer mitten in Ecuador.
Dann war erstmal eine wohlverdiente Mittagspause im Nebel angebracht!
Kurze Zeit darauf war die Arbeit dann geschafft und alle Litterbags sowie Plotmarkierungsstangen sicher in Rucksäcken verstaut!
Bevor wir uns allerdings auf den Rückweg begeben konnten, begegneten wir noch einem sehr interessanten Zeitgenossen.
Ein gigantischer Laufkäfer, mindestens 7 cm lang, ohne Beine!!!! (Ja Mark, es gibt eindeutig Makrofauna in Cajanuma)
Natürlich musste der Käfer genauestens inspiziert werden.
Fazit: „Ein echt verdammt cooles Vieh!“
Danach ging es aber wirklich endlich über den Bergrücken zurück zum Mirador (Aussichtspunkt). War der Steilhang schon immer so steil gewesen?
Auf dem Mirador angekommen, mussten wir uns wie immer noch ein wenig die Zeit vertreiben, da wir natürlich viel zu schnell und effektiv gearbeitet hatten ;-)
Wir nutzen diese Gelegenheit für ein paar kreative Gruppenfotos mit dem Thema „Angriff der Biologen aus dem Unterholz“.
Man sollte Biologen auf 3000 Metern höhe niemals eine Kamera in die Hand geben… dabei kann nichts Gutes herauskommen.
Garvin packte das Eroberefieber:
„Los meine Freunde! Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter!“
Garvin: „Tragt mich auf euren Schultern zum Sieg!“
Steffi und Franca: “Ähhhh…. No funcionar!“
Garvin: “Öh… neuer Plan! Wir gehen zu Fuß”
Steffi: „Nö! Ohne mich!“
Franca: „Ich kenne diese Verrückten gar nicht!“
Garvin: „Wir haben eine Mission zu erfüllen und niemand wird zurückgelassen! Packt sie!!!“
Garvin: „Halt nein, das ist mit nicht grazil genug! Wir nehmen die Chefin!“
Auf dem neuen Land/Planenten/öh…Stein (?) angekommen, nahmen wir die drei Helden die perfekte Entdeckerpose ein!
„Kann uns vielleicht jemand einen Bildhauer empfehlen um das in Stein zu meißeln?
Tja liebe Leserinnen und Leser, da zeigte sich mal wieder wie schädlich Höhenluft sein kann… Aber sie könne beruhigt sein. Nach dem Abstieg waren unsere Helden wieder völlig klar im Kopf bzw. nicht verwirrter als vorher…
Und das Beste an diesem Tag: Es hatte überhaupt nicht geregnet!!!!
Das Unwetter ereilte uns dann erst als wir schon wieder auf der Station waren, dann aber mit Blitz und Donner und allem drum und dran!
Ein wirklich trostloser Anblick.
Zum Abschluss dieses tollen Tages haben wir noch etwas ganz besonderes für sie! Ein multimedialer Live-Mitschnitt unseres epischen Marsches durch den Nebelwald, damit sie auch ein Gespür für die Stimmung auf 3000 Metern bekommen. Und sollten sie Musik im Hintergrund hören, machen sie sich keine Sorgen, sie sind noch nicht Höhenkrank ;-)
Das war er dann also schon, der letzte Arbeitstag im Wald.
Ab jetzt liegen nur noch Weiden vor uns… wir sind mindestens so gespannt wie sie, was dort alles passieren wird!
Unglaublich aber wahr!
Bleiben sie dran für mehr science in nature!
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