nachdem wir die letzte Probenahme in Cajanuma erfolgreich hinter uns gebracht hatten. Blieben wir nun für die nächsten Tage auf der Station! Die Gelegenheit ist also ideal um ihnen mal ein paar Bilder unseres zu Hauses zu zeigen:
Lindas und Tobis Sechserzimmer
In dem Tobi selig sein Mittagsschläfchen halten kann…
Und der Innenhof (Patio)
Aber wir verbrachten die meiste Zeit natürlich wieder an nur einem Ort! Es wartete eine lange Zeit voller Arbeit in unserem geliebten zweiten zu Hause, dem Sala-Labor-Büro auf uns!
Die Aufgabe: Wurzeln aus den unter den Zelten genommen Proben heraussuchen!
Die Herausforderung: Unterscheiden zwischen Wurzeln, die bei der Probenahme bereits tot waren und solchen, die noch lebten!
Die Zeit: 6 Tage!
Das Problem: Keiner von uns hat je lebende von toten Wurzeln unterschieden und die Zeit drängte…
Herangehensweise: Erstmal alle möglichen Methoden ausprobieren um die Wurzeln aus den Bodenproben heraus zu bekommen! Dabei kam es schon zu den ersten Problemen…
Waschen mit einem Sieb: klappt relativ schnell aber wir verlieren alle kleinen Wurzeln weil wir kein feines Sieb haben und der ganze Blattschmodder bleibt im Sieb hängen… ach und alles ist nass!
Trocken mit der Pinzette aussortieren: Klappt sehr ordentlich! Aber Linda und Franca hatten jede nach 2 Stunden noch nicht mal die Hälfte ihrer Probe geschafft! Das wären dann, bei mindestens 3 Stunden pro Probe und 72 Proben, 3 Leuten und 6 Tagen…. 12 Stunden Arbeit pro Tag! Ohne Pausen… spätestens da war uns klar, dass diese Aufgabe einfach nicht zu schaffen ist! Zumal wir ja auch immer noch nicht wussten wie man zwischen lebenden und toten Wurzeln unterscheidet…
Daher kam das Team nach vielen Mails nach Deutschland zu der Entscheidung, die Proben nicht hier vor Ort zu bearbeiten, sonder mit nach Deutschland zu nehmen und sich ihnen dort mit der gebührenden Zeit zu widmen! Danke an das Team zu Hause, das uns in dieser etwas stressigen Zeit mit Rat zur Seite stand!
Eine sehr gute Entscheidung!!!!
Da wir nun abgesehen von diversen Behördengängen nicht wirklich viel zu tun hatten verbrachten wir die restlichen Tage auf der Station relativ entspannt! Einmal ging es nach Loja zum Einkaufen! Denn wir brauchten noch Tupperdosen für die Extraktoren! Dieser kleiner Stapel sollte genügen.
Abends beim Kartenspielen fing Linda dann auch endlich die so lange von ihr herbeigesehnten Gottesanbeterinnen!
In einer sternenklaren Nacht nutzen wir dann auch endlich die abgeschiedene Lage der Station und gingen im Dunkeln an den Fluss um den wunderschönen Sternenhimmel zu genießen!
Auch wenn der Mond sehr hell schien, hatten Linda und Franca doch Glück und sahen eine Sternschnuppe!
Tobi war indes damit beschäftigt künstlerisch wertvolle Nachtfotos mit seiner Kamera zu machen!
Ach und jetzt natürlich noch die Antwort auf die Frage, die sie sich sicher schon alle gestellt haben!
Warum hatten wir nur noch 6 Tage Zeit? Zum einen, weil Franca in den kommenden Tagen immer wieder nach Loja fahren musste um die Ausfuhrgenehmigungen für unsere Bodenproben und Tiere zu bekommen! Aber der Hauptgrund war ein andere.
Die Station erwartete hohen Besuch! 25 bis 30 Menschen von NCI (denen gehört das Stationsgebäude) und andere wichtigen ecuadorianischen Umweltbehörden hatten sich angekündigt die Station zu besuchen! Bei einer solchen Gelegenheit muss sich die Station natürlich in ihrem besten Licht präsentieren und da eine Sala nun mal ein Seminarraum ist und kein Labor mussten wir Hausbesetzer raus! Und zwar mit all unserem Kram! Wir mussten quasi unsichtbar werden! (wie wir das geschafft haben erfahren sie bald genauer)
Erstmal hieß es allerdings aufräumen! In Ermangelung von Schränken und Regalen sieht die Sala während unserer Besatzungszeit nämlich immer „ein wenig“ chaotisch aus! Hier mal ein Bild von vor unsere Aufräumaktion.
Dann also alle Man auf die Tonnen fertig los! Mit Tobis Sonnenbrille wirkt diese Ansage der Chefin doch gleich noch besser…
Einen Vormittag später sah war die Sala dann auch wie verwandelt!
Wir hatten uns wirklich selbst übertroffen! Und das sah auch Felix so als er völlig perplex in der Tür stand und Franca anstarrte, die die letzen Staubflocken zusammenfegte!
Linda und Tobi waren zu diesem Zeitpunkt schon wieder im Wald! Warum werden sie sich jetzt sicher frage… Tja, die Proben aus denen die Wurzeln herausgesucht werden sollen müssen ja frisch sein und daher ging es noch mal raus in den Stationswald um unten den Zelten schöne neue Proben zu nehmen, die dann direkt in den Kühlschrank gepackt werden! Aber mehr davon können sie im nächsten Eintrag lesen!
Unglaublich aber wahr!
Bleiben sie dran für mehr science in nature!
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