Samstag, 6. November 2010

Tiefste Gangart!

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

es war ein weiteres Mal so weit, wir mussten auf die schrecklichen Farnflächen des Todes of Doom aus der Hölle (Zitat Garvin).

Diesmal mussten wenigstens keine Makrofaunaproben genommen werden, das heißt kein Spaten „Jubel!!!!“

Trotzdem waren wir uns bewusst, dass es ein anstrengender Tag werden würde. Nach einer Woche ohne körperliche Anstrengungen, ist jeder Gang ins Feld eine Qual!

So machten wir uns denn auf den langen und heißen Aufstieg zu unseren Plots.

Dort angekommen genossen wir erstmal die herrliche Aussicht auf den Antennenberg über den die ersten Wolken zogen. Es soll wirklich Menschen geben, die freiwillig da hoch gelaufen sind… Verrückte!!! (Ja, Doro und Christian, wir reden von euch…)

Nach einer ausgiebigen Mittagspause im Schatten begannen wir mit großer Sorgfalt unsere 16 Mesofaunaproben mit den Mesofaunaprobenbohrer zu nehmen. Diese Art der Probennahme war doch um einiges angenehmer als das um sich schlagen mit einem Spaten…

Auf unserer Kletterpartie über die Flächen hatten wir ständige akustische Begleitung durch ein Heer von Zikaden, die der ganzen Gegend ein mediterranes Flair verleihen. Nach längerem Suchen schafften wir es dann auch endlich einen dieser lauten kleinen Kollegen vor die Linse zu bekommen. (Für ein Video mit Ton sehen sie Blogeintrag….)

Nach langen Stunden in der Hitze hatten wir es dann endlich geschafft und die Beute waren sicher in Garvins Rucksack verstaut.

Wir machten noch eine letzte Verschnaufpause auf dem Weg bevor der lange Abstieg beginnen sollte.


Dieser war dann allerdings gar nicht so anstrengend wie erwartet…

So sehr uns die extreme Steigung beim Hochklettern noch gestört hatte so toll fanden wir sie dieses Mal auf dem Weg nach untern.

Vor allem Franca und Steffi hatten einen riesen Spaß dabei den Weg in eine gigantische Staubrutsche zu verwandeln…

Das letzte Stück legten wir dann allerdings noch normal zurück und kletterten zur Straße!

An dieser Stelle noch ein kleines Suchbild: Wer findet die Biologen?

Wieder auf der Station angekommen zeigte sich dann, dass unsere Rutschpartie nicht ohne Folgen geblieben war. Wir waren so was von braun geworden… aber nicht von der Sonne, sondern vom Staub! Um den Effekt besser zu veranschaulichen haben Franca und Steffi hier jeweils nur eine Hand gewaschen…

Und am Ende dieses anstrengenden, lustigen und vor allem erfolgreichen Tages wollen wir ihnen natürlich nicht das Tier des Tages vorenthalten. Diesen großen und sehr hübschen Käfer haben wir während des Abstieges gefunden. Hat er nicht niedliche Kulleraugen?

Und am nächsten Tag sollte einer von unserer Truppe schon wieder ins Feld gehen und diesmal ganz freiwillig…

Unglaublich aber wahr!

Bleiben sie dran für mehr science in nature!

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