Samstag, 6. November 2010

Quer-Beet...

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

lange haben wir nichts mehr von uns hören lassen! Dafür wollen wir uns an dieser Stelle erstmal entschuldigen…
Es lag vor allem daran, dass es über weite Strecken der vergangenen Zeit nicht viel zu berichten gab. Aber wir wollen unsere Aufgabe nun doch wieder ernst nehmen und ihnen ausführlich berichten, was hier in so alles vorgefallen ist!
Beginnen werden wir diesen Berichte mit einer Zusammenfassung mehrerer eher ereignisarmer Tage!

Nach unserem Urlaub auf Jambeli hat uns das Arbeitsleben auf der Station schnell wieder eingeholt!
Als ersts stand ein Ausflug auf die Weideflächen zur Entnahmen der Makrofaunaproben auf dem Programm. Steffi war an diesem Tag gesundheitlich nicht so ganz auf der Höhe und blieb daher zum Blätter sortieren auf der Station. (An alle Freunde und Verwandten von Steffi: Machen sie sich keine Sorgen, es war nichts Ernstes und Steffi ist auch wieder topfit!)
Garvin und Franca machten sich also alleine auf ins Feld und auf die schönen Weidenplots bei strahlend blauem Himmel.
Garvin war begeistert wie einfach die Flächen zu erreichen waren (auch wenn man ihm die Begeisterung hier nicht ansieht….).
Wir ließen uns Zeit, redeten über Filme und Sciencefiction-Serien und genossen die schöne Aussicht über das Tal.
Aber unsere Proben haben wir natürlich auch brav genommen.
Und die Beute dann zurück zur Station geschafft, wo Steffi auf uns wartete!
Ein sehr erfolgreicher Tag und die letzte Runde Makrofauna war geschafft…

Einige Tage später war es dann mal wieder so weit, dass wir nach Loja fahren mussten!
Bevor es überhaupt losging, fanden Garvin und Steffi unter dem Auto vor dem Wächterhäuschen noch einen tollen Käfer, der sofort dokumentiert werden musste.

Nach einer endlosen Busfahrt, die wir leider stehend verbringen mussten, kamen wir endlich in Loja an!
Alkohol und Salz für die Extraktion, Plastikschachteln für den Probentransport und natürlich jede Menge Süßkram zur Verpflegung standen auf unserem Einkaufszettel.
Des Weiteren mussten wir auch ganz dringend Eisessen gehen…
Vorher wollen wir aber eigentlich noch unseren Lieblings-Hot-Dog-Laden aufsuchen… leider war er aber aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen geschlossen! Daher gingen wir zum Mexikaner, der eigentlich immer leckeres Essen hat; an diesem Tag aber das älteste Huhn von ganz Loja servierte….
Franca versuchte diese Tatsache zu überspielen, während bei Garvin und Steffi keine wirkliche Freude aufkommen konnte…
Die restlichen Tage verbrachten wir dann wieder auf der Station mit unseren Freunden den Litterbag-Proben, die aussortiert und geputzt werden wollten.
Einmal hatten wir dabei sogar Verstärkung von Anke, die aber nach kurzer Zeit erkannte wie mühselig diese Arbeit ist und schnell das Weite suchte! „Wir verstehen das nur zu gut!“
Auch de Miez leistet uns in diesen Tagen wieder unterhaltsame Gesellschaft!
Besonders ihr Katzenpapa Garvin hatte seinen Spaß mit ihr!
Ein paar andere nette Tierchen hatten wir auch noch in der Sala. So zum Beispiel diesen auf den ersten Blick sehr unscheinbaren Schmetterling, der aber toll nach hinten verlängerte Flügel hat!
Ein neues (totes) Maskottchen haben wir jetzt auch in der Sala! Ein sehr großer und wunderschön schillernder Hirschkäfer, den Franca in der Station gefunden hat! Ein bisschen sieht er ja aus wie ein Schnabeltier…
Am Halloween-Abend gab es auf der Station dann noch eine Feier, da Amanda am 1.11. Geburtstag hatte. Steffi und Franca konnten die Tatsache, dass es keinen Kürbiskopf auf der Station gab nicht ertragen und bastelten daher als Geschenk für Amanda aus „Schwibbelfrüchten“ (echten Namen haben wir vergessen) zwei richtig tolle Halloween-„Kürbisse“.
Nur die Größe entsprach nicht wirklich dem was man von echten Kürbisköpfen gewohnt ist…
Große Aufregung herrschte dann am 2.11. auf der Station. Wir hatten Besuch vom deutschen Botschafter!!!!
Das spannendste an der ganzen Sache war ehrlich gesagt, dass es super leckeres Essen gab und das auf den Tischen Tischdecken lagen!!!!
Ansonsten haben wir die meiste Zeit rumgesessen uns gewartet, denn so ein Botschafter muss natürlich mit einem Rundgang durch alle Labore bespaßt werden. Nur die Organisation eines solchen Events ist hier auf der Station immer etwas umständlich. Wir hatten auf jeden Fall extra ein Bino aufgebaut, um dem guten Mann unsere Milben zeigen zu können!
Leider war er auf Milben eher nicht so gut zu sprechen, da er bereits einmal mit Krätzmilben Bekanntschaft gemacht hatte… Auch Francas Beteuerungen, dass es sich dabei um eine ganz andere Gruppe von Milben handelt, konnten ihn nicht von den guten Absichten unserer Oribatiden überzeugen…

Am darauf folgenden Abend musste Franca dann mal wieder einen Vortrag bei der Reunion halten, den sie gewissenhaft vorbereitet (An dieser Stelle tausend Dank an Doro die die erste Vorlage für diesen inzwischen tausendfach abgeänderten Vortrag geschaffen hat!).
Danach hieß es dann wieder Blätterputzen, Blätterputzen und ach ja, Blätterputzen…
Steffi begann aus Langeweile mit den Einstellungen der Kamera zu spielen und stellte fest, dass diese sehr gut die aktuelle Stimmung einfingen.
Auch der Wahnsinn hielt mit der Zeit wieder Einzug in unser Labor…
Steffi spielte mit den Handschuhen…
Und Garvin mit der Katze…
„Gesichtsmassage gefällig?“
So verging eine gute Woche…
Bis dann endlich mal wieder ein größerer Ausflug auf dem Programm stand…
Es sollte wieder auf die Fanflächen gehen! Das konnte ja was werden, nach einer Woche faulem Rumsitzen…

Unglaublich aber wahr!
Bleiben sie dran für mehr science in nature!

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