nachdem wir unseren letzen Tag im Feld so fleißig hinter uns gebracht hatten, gönnten Steffi und Franca sich einen kleinen Urlaub mit Kerstin und Anne, während Garvin auf der Station blieb um zu entspannen.
Der Kurzurlaub führte die vier Mädels ins Tal der Hundertjährigen - Vilcabamba. Dort wurde zur maximalen Entspannung das beste Hotel am Platz aufgesucht: Izhcayluma! Naja, wirklich am Platz lag es nicht, sondern 2 Kilometer außerhalb der Stadt, aber es war wirklich einfach großartig dort oben. Auch wenn die Aussprache des Namens sämtlichen Reiseteilnehmern so einige Schwierigkeiten bereitete. „Wie hieß das Hotel noch mal? Ishikaja… Yashiiku… Ischidingsda….?“
Unser Vierer-Zimmer war auf jeden Fall wunderschön, sauber und ordentlich.
Und das Bad in Grottenoptik war der absolute Hammer!
Der Ausblick über den hoteleigenen Garten auf das Tal konnte sich auch sehen lassen.
Nach einem leckeren Essen im Hotelrestaurant machten wir uns auf den Weg in den Ort, um mal zu sehen was an dieser Touristenhochburg so besonders ist!
Besonders schön war schon der interessante Fels, der sich über dem Dorf erhob.
Der Ort selbst und seine Haupteinfallstraße waren eher weniger beeindruckend. Eine lose Ansammlung ganz unterschiedlicher Häuser in einem weiten Talkessel verteilt. Wir waren schon etwas enttäuscht!
Als wir dann aber auf den zentralen Platz kamen, verstanden wir endlich auch, warum andere es hier gut finden. Er war zwar klein, aber mit seiner Kirche und den hübschen Bäumen doch wirklich fein.
Erstmal erkundeten wir diesen Platz auf der Suche nach den Schmuckgeschäften, von denen uns vorher so viel berichtet wurde! Auch wenn einige der Läden geschlossen waren, wurden wir am Ende doch bei verschiedenen Straßenhändlern fündig und alle konnten sich mit Armbändern und Ohrringen eindecken.
Nach diesem erfolgreichen Beutezug gönnten wir uns erstmal ein leckeres Eis!
Natürlich durfte eine Sache in Vilcabamba nicht fehlen. Ein Besuch bei Shantas!
Der mit Sicherheit coolsten Bar in ganz Vilcabamba! Mit sehr individueller Inneneinrichtung…
Berüchtigt ist die Bar für ein ganz besonderes Gebräu… der Schlangenschnaps! 82% iger Alkohol in dem Giftschlangen eingelegt wurden!
Wir bestellten erstmal nur 2 Gläser, was im Nachhinein eine gute Entscheidung war, da die Gläser extrem voll waren…
Steffi, Anne und Kerstin waren mutig genug zu Probieren…
Na denn Prost!
Die Begeisterung hielt sich allerdings in Grenzen… und die größte Enttäuschung war, dass das Zeug nicht mal nach Schlange schmeckte, auch wenn keiner hätte sagen können, wie Schlange eigentlich schmeckt!
Nachdem diese Mutprobe bestanden war, machten wir uns auf den Weg zurück zu unserem tollen Hotel Ikschidingsbums, um den Abend bei einer Runde Billard ausklingen zu lassen.
Unterbrochen wurde unser Spiel jedoch des Öfteren von verschiedenem Getier. Die besten Kandidaten wollen wir ihnen hier natürlich nicht vorenthalten.
Als erstes ein zwar recht kleiner, aber mit interessanter Musterung versehener Käfer, der sich zudem als ausgezeichnetes Fotomodel erwies und von uns im Moment des Abfluges abgelichtet wurde.
Den Preis für das Tier des Tages räumte jedoch ein etwas größerer Vertreter der Coleoptera mit gigantischen Hörnern und extrem verlängerten Vorderbeinen ab. Vermutlich das imposanteste Tier bisher!
Nach einer gemütlichen Nacht in unserem Zimmer stand am nächsten Tag der absolute Höhepunkt auf dem Programm!
Um 10 Uhr wurden wir vom Hotel abgeholt und machten uns mit einer Mischung aus Vorfreude und nackter Panik auf den Weg zu unserer großen Reittour!
Nachdem wir alle Stielecht mit Cowboy-Hüten ausgestattet worden waren, wurden wir in einer Nebenstraße des Ortes unseren Pferdchen zugeteilt und es wurde in einer Blitzeinführung das Reiten erklärt!
Am rechten Zügel ziehen => Pferd geht nach rechts
Am linken Zügel ziehen => Pferd geht nach links
An beiden Zügeln ziehen => Pferd bleibt stehen
Beine an Pferd drücken und Zügel locker lassen => Pferd wird schneller
Ob Steffi und Anne, die noch nie wirklich geritten waren, mit dieser Einführung zufrieden waren, ist eher zu bezweifeln.
Darauf konnte aber keine Rücksicht genommen werden, denn es ging auch schon los und noch bevor wir den Ort wirklich hinter uns gelassen hatten, wurde das erste Mal galoppiert… so was nennt man dann wohl „learning by doing“.
Einmal aus dem Ort draußen ging es dann durch einen kleine Fluss und dann den Berg hoch (auch das wieder zum großen Teil im Galopp). Man kam sich schon ein wenig vor wie in einer Malborowerbung…
Nur während einer kurzen Pinkelpause ergab sich die Möglichkeit ein paar Bilder zu machen.
Die erste und einzige große Pause gab es dann nach knapp 2 Stunden reiten. Uns bot sich ein wunderschöner Blick über das Tal.
Aber dieser Ausblick war nicht das eigentliche Ziel gewesen. Nach einem ziemlich steilen Abstieg…
…erreichten wir einen herrlichen Wasserfall, der natürlich sofort als Fotokulisse herhalten musste!
Hier entstand auch das erste und einzige Gruppenfoto unserer Reisegesellschaft. Von Links:
Franca, Anne, Kerstin und Steffi.
Erfrischt kletterten wir dann wieder nach oben zu unseren Pferden!
Die Gelegenheit musste natürlich noch ausgenutzt werden, um Fotos zu machen!
Als erstes Franca mit Pisco:
Dann Steffi mit Ingrido… Ingreda… Ingredingsda… Man, das ist ja fast so schwer wie der Hotelname…
Dann hieß es auch schon wieder aufsitzen!
Auf dem Rückweg ließen wir es etwas gemütlicher angehen und so bot sich sogar noch mal die Gelegenheit für ein paar Fotos.
Inzwischen waren alle so gut an das Reiten gewöhnt, dass wir zum Abschluss noch in vollem Galopp mitten durchs Stadtzentrum jagten! Schade, dass davon keiner ein Bild gemacht hat…
Nach diesem Anstrengenden Vier-Stunden-Ritt hatten wir uns nun wirklich etwas zu essen verdient und setzen uns auf die Terrasse des netten Mexikaners an der Ecke.
Von dort hatte man einen schönen Blick auf den ganzen Platz
...und wir bekamen leckeres (wenn auch etwas scharfes) Essen und kühle Milch-Shakes! Genau das hatten wir gebraucht!
Nach dem Essen ging es auf der Ladefläche eines tollen Pickup-Taxis zurück zum Hotel Iktschanduku?!?!.
Dort hatten Kerstin und Anne sich eine entspannende anderthalbstündige Ganzkörpermassage bestellt. Steffi und Franca (die beide keine Massagefans sind) relaxten derweil lieber am schicken Hotelpool,…
Beobachteten die hoteleigenen Hunde beim Spielen,…
Und machten noch ein nettes Abschiedsfoto auf den Liegestühlen.
Als dann die Sonne hinter den Bergen unterging und der Mond hervorkam, waren auch die beiden Andere fertig und wir machten uns auf den Weg zurück ins reale Leben der Station…
Nach 2 Stunden Busfahrt kamen wir gut erholt wieder in unserer Heimat an, in der Hoffnung, dass auch Garvin sich in der Zwischenzeit entspannt hatte. Leider war dem gar nicht so… unsere Rückkehr ging völlig unter in dem Chaos, das in den vergangen zwei Tagen ausgebrochen war und die ganze Station in Atmen hielt…
Aber was genau passiert ist und welches der vier Elemente dabei seine Finger im Spiel hatte, das erfahren sie erst im nächsten Blog!
Unglaublich aber wahr!
Bleiben sie dran für mehr science in nature!
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