Vor dem Flughafen von Guayaquil wurden wir höchstoffiziell von einer ecuadorianischen Boygroup begrüßt. Danach ging im selbsternannten Hochsicherheitstaxi zum „Terminal terrestre“ (gefühlte 500m) und schließlich mit dem Bus nach Cuenca.

Wir suchten uns sogleich für die nächsten zwei Tage ein schickes Hotel im Bankenviertel von Cuenca. Das Zimmer sah oberflächlich fantastisch aus, aber im inneren marodierte das Gemäuer. Der Fernseher war im Eimer und die Durchflusskapazität des Kackstuhls war an ecuadorianische Defäkationsprodukte angepasst.

Tobi, geh mal bescheid sagen: “Retrete inundación“ (Toilette Überschwemmung) Der Nachportier zuckte nur verständnislos mit den Schultern und Tobi nahm ihn mit aufs Zimmer, danach bekamen wir ein neues Schlafgemach.
Am ersten Tag besuchten wir Cuencas Sehenswürdigkeiten mit unter den Marcado, um unsere knurrenden Bäuche zu speisen. Die Händler lockten uns mit Spansau (Ferkel konnte man das nicht mehr nennen), wenn man genauer hinsah, konnte man den Bratensaft aus der Nase rinnen sehen, Jugos (frische Fruchtsäfte) und Ambrosia.


Wir beglückten uns mit ersterem und ließen Jugos (Jugo de Coco, Jugo de Mora, Jugo de Alméida :-) mixen, die uns von einer knorrigen alten Dame feilgeboten wurden. Tobi schrie: „Lasst mich zurück, Spanferkel, mehr Spanferkel!!!
Am zweitenTag sprach Tobi: „Egal wo man in der Welt ist, findet man immer einen Deutschen, die Seuche gibt es überall!“ Und siehe da, es sollte sich ereignen, dass ein deutscher Bäcker auf unserem Pfade sich uns offenbarte: „Hablés alemán? Ja klar, sagte die liebliche Stimme der jungen Bäckerin und bot uns ein vollwertiges (Körnerbrötchen mit Ei), deutsches Frühstück an. In der Bäckerei selber trafen wir weitere deutsche Kunden.
Anschließend erkundeten wir das Herz dieser pulsierenden südamerikanischen Metropole. Wobei die einzigen Highlights die paar schmuckhaften Kirchen darstellten und so beschlossen wir uns erneut am süßen Kokossafte zu laben. Dank unseres Touristenführers wandten wir uns der nahe gelegenen Kopfbedeckungsveredelungsmanufaktur zu, das Mekka der Panamahüte. Ein possierlicher, geschäftstüchtiger Ecuadorianer gab uns Einblicke in die Herstellung der weltberühmten Strohhüte. Tobi’s majestetisches Haupt zeigte nach mehrmaliger Anprobe eine purpurne, allergische Reaktion. :D



Zurück im Hotel hatten die Mit(Glieder) dank der sengenden ecuadorianischen Mittagssonne rote Köppe, die der Farbe frisch gekochter Hummer ähnelte. Darauf erstmal einen kühles Blondes!
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