Freitag, 9. April 2010

"Etwas" verspäteter Abspann...

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

wir sind es noch ein letztes Mal... Stephan und Franca, die Truppe vom vergangen November.

Eigentlich hatten wir ihnen ja versprochen, dass wenige Tage nach unserer Abreise von der Station noch ein kleiner Nachbericht von der Heimreise und unserer Ankunft in Deutschland folgen würde. Aber wie sie ja selbst bemerkt haben, kam es dazu bisher nicht!

Nun ist schon fast ein halbes Jahr vergangen und wir haben es immer noch nicht geschafft unseren Teil des Blogs angemessen zu beenden.
Aber jetzt müssen wir das wirklich schnell noch erledigen... denn die nächte Runde hat bereits begonnen. Der nächte Trupp ist bereits in Ecuador gelandet und wird in wenigen Tagen anfangen hier für sie live zu berichten.
Daher auch nur ganz schnell ein Abschluss zur letzten Reise (November 2009)

Also, wir waren planmäßig von Loja abgeflogen und erreichten Quito bereits eine Stunde später!
Dort verbrachten wir noch einen schönen Tag mit den obligatorischen Einkäufen und den schönsten Sehenswürdigkeiten vor Ort.

Hier der Blick von der Großen Kathedrale über Quito:


Am nächten Mittag ging es dann ab zum Flughafen. Wie immer mit jeder Menge Gepäck und großer Freude auf zu Hause

Alles hätte so schön werden können... wäre da nicht Mariana Pineda gewesen!
Das, naja... sagen wir mal in die Jahre gekommene, Flugzeug von Iberia...


Eigentlich sollte uns dieser Flieger nach einem kurzen Zwischenstopp in Guayaquil weiter nach Madrid befördern... wie gesagt, eigentlich!
Denn das nette Flugzeug landete nicht ganz so reibungslos in Guayaquil wie geplant.
Erst gab es einen sehr lauten Knall, als das Fahrwerk beim Landeanflug ausgefahren wurde.
Zitat Stephan: "Das soll aber nicht so klingen, oder?"
Dann zog der Pilot gefühlte 200 m über der Landebahn nochmal kräftig nach oben und drehte eine große Runde über die Stadt. Eigentlich war da schon klar, dass irgendwas nicht ganz in Ordnung war.
Als er dann doch landetet, bremste das Flugzeug spührbar langsamer ab als man es gewohnt war... die Leute an Bord wurden etwas nervös!
Nicht hilfreich war an dieser Stelle auch Francas Beobachtung der Geschehnisse auf dem Rollfeld. Zitat: "Oh, guck mal! Feuerwehrautos!"
Die meisten Passagiere bekamen es nun mit der Angst zu tun...
Aber das Flugzeug hielt dann nach einer kleinen Kurve doch sicher am Ende der Landebahn und wurde dann sehr langsam in die Nähe des Terminals geschleppt. Wir stiegen alle sicher aus, auch wenn die umstehenden Männer in ihren silbernen Feuerschutzanzügen die Situation etwas bedrohlich erscheinen ließen...
Soweit wir verstanden haben, gab es wohl Probleme mit der Hydraulik oder den Bremsen oder beidem... so genau wird man das wohl nie wissen!

Wir hofften dann nur, dass es schnell mit einem anderen Flieger weiter nach Deutschland gehen würde. Aber da hatten wir die Rechnung ohne die Organisationskünste von Iberia gemacht!
Hier eine kurze Zusammenfassung:
- gute 2 Stunden warten am Flughafen
-> "Wir fliegen heute nichtmehr. Sie kommen ins Hotel"
-> Transport ins Grand Hotel Guayaquil (immerhin ein echt gutes Hotel)
-> Im Hotel: "Sie bekommen Abendessen und Frühstück. Morgen früh geht es weiter"
-> Morgens: "Es geht doch noch nicht weiter... Vielleicht heute Mittag. Sie bekommen Mittagessen"
-> Mittags: "Vermutlich geht es um 18 Uhr zum Flughafen."
-> 18 Uhr: "Es geht um 20 Uhr los! Sie bekommen Abendessen."
-> 20 Uhr: "Es geht um 22 Uhr los! Haben sie gedult"
-> 22 Uhr: "Vielleicht geht es um 23 Uhr los, aber vermutlich bleiben sie noch eine Nacht hier!"
-> 23 Uhr: "Gehen sie ins Bett! Iberia meldet sich um 1 Uhr wieder. Wir rufen dann auf den Zimmern an."
-> zu diesem Zeitpunkt begannen einige Leute in der Hotelhalle zu weinen und Stephan versuchte sich mit der Aussicht eines Lebens in Ecuador anzufreunden...
-> Natürlich kam in der Nacht kein Anruf mehr. Am nächten Morgen bekamen wir dann erstmal Frühstück.
-> und ob man es glaubt oder nicht, nach weiteren gefühlten 1000 Vertröstungen ging es dann um 12 Uhr wirklich mit Busse zum Flughafen

Hier mal ein Bild aus der Hotelhalle. So wartend hatten wir also fast zwei Tage zugebracht!
Nur als Anmerkung. Wir hatten die ganze Zeit nur unser Handgepäck dabei... keine schöne Erfahrung.


Das einzig Nette an der Sache war, dass wir zwischendurch kurz die Zeit fanden den Iguana-Park zu besuchen. In dem diese Echsen die normalerweise auf Galapagos leben frei herumlaufen und gefüttert werden.


Als wir am Flughafen ankamen gab es dann noch ein nettes Wiedersehen. Iberia hatte nicht wie erwartet eine neue Maschine hergebracht, sondern die gute alte Mariana Pineda wieder flott gemacht...
Einige stiegen sicher mit mulmigem Gefühl wieder in diesen Flieger aber nach diesen zwei stressigen Tagen war das auch schon egal.
Und im Endeffekt hat sie uns auch gut und sicher nach Madrid gebracht.


Und von dort ging es dann wieder nach einigem Gerenne (wäre ja auch zu viel verlangt gewesen, wenn Iberia die Anschlussflüge nach 2 Tagen Verspätung organisiert hätte) nach Frankfurt.
Und kaum zu glauben, unser ganzes Gepäck ist mit uns dort angekommen!!!
Also Ende gut, alles gut!

In diesem Sinne wollen wir uns noch einmal endgültig von ihnen verabschieden und übergeben hiermit an das Team April/Mai 2010:
Kristina, Tobias und Christian
Die drei sind jetzt schon in Cuenca, machen dort einen Tag Urlaub und fahren dann zur Station! Wir wünschen ihnen an dieser Stelle schonmal eine tolle Zeit in Ecuador. (Natürlich auch im Namen unserer Chefin Doro)

Mit freundlichen Grüßen

ihr Team November 2009
Stephan und Franca


Und nicht vergessen:
Unglaublich aber wahr!
Bleiben sie dran, für mehr science in nature!

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