Sonntag, 18. April 2010

Gefangen im Bomb valley und fútbol español

Tobi’s Sehkraft verschlechterte sich zusehens und so bastelte Roman ihm am nächsten Morgen eine Augenklappe a la pirata. Meuterei… „Tobi was bist du eigentlich für ein Pirat??? Du hast ja nicht mal ne Machete dabei, geschweige denn ein Holzbein!“ :)
Und so mussten wir ihn mit einem tränenden Auge erneut zurücklassen… „Lasst mich zurück und erfüllt die Mission!!!“



Unser Chauffeur und Rennfahrer Abraham kutschierte uns nach dem Frühstück ins Tiefland von Bombuscaro. Allein gelassen in der freien Natur, schlugen wir dank Christians Navigationsfähigkeiten einen Umweg in die wunderschöne Natur ein (Krissy: „Typisch Männer…“)(Christian: „Typisch Frauen, immer meckern“).
Erschöpft erklommen wir die Steilhänge und hatten mehrmals Ganzkörperkontakt mit dem verschlammten Untergrund. Diese verdammte Schwerkraft war uns immer einen Schritt vorraus. Am Boden liegend lachten wir uns mit aufkommendem Galgenhumor über unsere körperliche Unvollkommenheit völlig schlapp.











Krissy nebst eines Termitennestes(vermutlich, die Stichprobe haben wir uns erspart)





Eine der flacher gelegenen Fläche; bei den anderen wäre es uns unmöglich gewesen ein Foto zu schießen, ohne uns in extreme Lebensgefahr zu begeben.



Eine der Spinnen, die es lieben sich in den Gesichtern der eifrigen Wissenschaftler zu verfangen.



Eine feingliedrige Phasmide





Keck aufgereihte Bromelien. Beachten Sie den Stammältesten in der Mitte und seine zahlreichen Nachfahren an seiner Seite.





Durchgeschwitzt und schwer bepackt, erholten wir uns die verbleibende Stunde am Rio Bombuscaro und sahen zu wie die mariposas(Schmetterlinge) sich an unseren Socken mit NaCl voll saugten.





















Auf dem Weg zum pick-up point entdeckte Krissy ein el monstro Engerling, der jedem Aborigines das Wasser im Mund zusammen laufen lassen hätte.
Wir hätten gerne den dazugehörigen Käfer sehen wollen…



Glücklich, dass Abraham uns abholte und wir bald unseren Hunger stillen konnten(tengo hambre), traten wir die Heimreise an. Nicht so schnell… Wir hatten nicht mit den ecuadorianischen Baustellen gerechnet. Stinkend und mit knurrenden Mägen verbrachten wir eine geschlagene Stunde in der cola (Schlange) vor der Baustelle. Zu Hause angekommen, schlugen wir uns die Bäuche mit dem restlichen Kartoffelauflauf voll und freuten uns auf das heiße Nass. Doch wieder einmal wurden wir enttäuscht. „Christian ist das Wasser bei dir heiß???“ „Nö, eiskalt…“ Unser Ersatzpapa Abraham wechselte für uns die Gaskartusche und so konnten wir doch noch den Dreck von unseren ausgelaugten Körper kärchern.
Ausgeschlafen setzten wir die Bomb-Proben am Samstag in die Extraktoren ein und entspannten den restlichen Nachmittag.


Um sechs Uhr nahmen uns Abraham und Silvia mit zum Fußball ins Lojianische Stadion. Loja gegen Guayaquil… Zu siebt in Robertos carro genossen wir die kuschelige Atmosphäre, wobei sich das Auto die steileren Passagen mit ca. 20kmh hochquälte. Krissy hatte sich den Bauch wohl etwas zu voll geschlagen ;-)
Durch die Warteschlange, die nahezu einmal ums Stadion führte, verpassten wir die ersten, aber immerhin torlosen, 20 min. des Spiels. Dank unseren beiden Securities Silvia und Abraham wurden wir weder überfallen noch geschändet. In der Halbzeit erfreute sich Christian an dem wunderschönen Maskottchen(ein Maulwurf mit Brille und Doktorhut).
Nach einer mittelmäßigen Partie und einem 2:2 Endergebnis schlossen wir uns der Völkerwanderung gen terminal terrestre an und „lernten„ während der langen Wartezeit einige spanische Zungenbrecher.















Heute begeben wir uns nach Vilcabamba, in das Tal der Hundertjährigen, doch leider wieder nur zu zweit. Nach den entspannten Gesichtern der Dortgewesenen zu urteilen, scheint dieser Ort genau das richtige für uns zu sein.

Schauen Sie demnächst wieder rein für mehr science in nature!

PS: Happy birthday to you, happy birthday to you, happy birthday liebe Franca, happy birthday to you. Alles Gute und sei froh, dass du uns nicht singen gehört hast. Liebe Grüße aus Ecuador von Krissy, Tobi und Christian.

2 Kommentare:

  1. Vielen vielen Dank ihr Drei für die lieben Geburtstagsgrüße (obwohl ich euch ja auch gerne hätte singen hören ;-)...) Würde euch jetzt auch gerne Kuchen anbieten, aber der wäre leider etwas trocken bis er bei euch ankommt...
    Wünsche double K(Ch)ris einen schönen und vor allem entspannten Urlaub in Vilcabamba und Tobi gute Erholung auf der Station!

    Liebe Grüße,
    Franca

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  2. Hi ihr drei! Ich bin ganz gewaltig neidisch beim Anblick eurer Bilder! Das wäre ja wieder ein Start für mich gewesen mit dem plötzlichen Startabbruch ;)
    Dann wünsch ich euch noch schöne Tage und ich bin gespannt, was ihr noch schönes zu berichten habt. Also fleißig Blog schreiben ;)

    LG Stephan

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