Samstag, 24. April 2010

Vilcabamba, das Dorf der Hundertjährigen... Haha

Warum eigentlich das Dorf der Hundertjährigen? Wir fragen uns vielmehr dabei wie man in diesem Dorf viel Länger als 2 Tage überleben kann. Aber fangen wir von Vorne an.
Unsere Extraktoren waren in voller Kapazität beladen, so dass wir einige Tage frei hatten, um unsere von Wind und Wetter, Bergen, Schlingpflanzen und sonstigen bösartigen Kreaturen geschändeten Körper zu entspannen. Was wäre da nahe liegender als Vilcabamba, dort wo angeblich jeder zweite die Hundertjahresgrenze überschreitet, wegen der guten Luft und sonstigem ;-). So begaben wir uns Montagmorgen in das kleine ca. 25km von Loja entfernte Dorf, das eine magische Anziehungskraft auf Aussteiger, Hippies uns sonstige Freigeeister auszuüben vermag. Angekommen, wies uns ein besoffener Deutsch-Kanadier, der selbsternannte Gründer der Schwesternschaft der psychisch gestörten Nachkriegsopfer, in die örtlichen Begebenheiten ein, erklärte uns wo die besten Kneipen sind, wer uns beim Einkaufen assistieren könnte und wo unsere auserwählte Ecolodge(Rumi Wilco) zu finden wäre. Nach gefühlten 3 h Gelabber machten wir uns auf den Weg über die schiefe Brücke und das Bananenfeld zur Rezeption von Rumi Wilco.







Die nette Dame gab uns sogleich den Schlüssel für unsere Holzhütte um diese zu besichtigen.







Verträumt liefen wir den kleinen Trampelpfad entlang, als Christian von hinten aufschrie: „Krissy,pass auf…“ Eine schwarze Schlange nicht minderlang als 2,5m verharrte rechts des Weges, einen Meter von Krissy entfernt und wandte sich, nach einem lauten Aufschrei der jungen Dame, die sie gestört hatte, mit einem Kopfüberrückzugsmanöver den Büschen zu und verschwand so denn. Ob wir Fotos gemacht haben???? Wir sind froh, dass wir noch leben. Aber mal im Ernst, am nächsten Tag erfuhren wir, dass dieses Monstrum ein gefürchteter Pferdekiller war, muy peligroso! Tobi seinerseits sah Krissy schon halbverdaut im Körper unseres Weggefährten. Genug geheult. Nach kurzer Entspannung ging es dann in die City zurück, wo wir eine leckere Pizza aßen und es uns bei Bier und Jugo gut gingen ließen. Zu spätere Stunde und schon wieder hungrig genehmigten wir uns Mexikanisches Essen, was auch immer die Vilcabambinos unter mexikanisch verstehen… Nudeln con queso y saldada. „Tom, da ist doch Tom.“ Das Mädl in der Runde war sich sicher, den auf der Station lebenden amerikanischen Aussteiger, Ex-Wallstreetspekulant und passionierten Pokerspieler gesehen zu haben. Christian folgte ihm unauffällig und schon saß Tom an unserem Tisch und erzählte wieder einmal Anekdoten über sein Leben. „Ready for dessert guys??“ Oh ja das waren wir. Daraufhin lud er uns auf Schoki-, Lemon-, Käsekuchen und Kaffe ein. Anschließend nahm er uns zu seinen Pokerspielenden Hippiefreuden mit, um uns dann dort angekommen mit dem Spruch „ I`ll be back in one hour“ zurückzulassen.Wir standen dann dort wie bestellt und nicht abgeholt und lauter obskure Gestalten schauten uns etwas ungläubig an. Der Hausbesitzer fragte uns mit seiner von hartem Schnaps geprägten Stimme, ob wir der Zockerrunde beiwohnen wollten. Aufgeregt stieg Christian mit 10$ in das Spiel ein. Zu späterer Stunde lud Brite Tobi und Krissy zu einer Hausbesichtigung ein. Und los gings, in ein opulent geschmücktes, mit uralten Karten behangenes Paralleluniversum, nicht zu vergessen das riesige Glas Dope auf seinem Bett! Angekommen im Meditationsraum erlagen wir den Klängen des 2m Durchmesser Gongs. „Jede Zelle meines Körper bebt…“ :) Zurück am Pokertisch mussten wir feststellen, dass Christians Budget immer noch summa summarum bei 10$ stand. So verließen wir, als Tom zurückkam, das Haus… Oh wir müssen einschieben es waren 10,20$ auf die Christian tatsächlich zu bestehen wagte. Der Brite ließ jedoch nicht mit sich reden und so verließen wir mit nicht mehr und nicht weniger Moneten das Hippiehaus.
Am frühen Abend hatten double Ch(K)ris beschlossen sich am nächsten Tage auf dem Rücken der Andenpferde in die steilen Hänge zu begeben.
Nach einer kalten Nacht in der Holzhütte begaben wir uns morgens halb 9 zu dem Cowboy, ein Ebenbild des Malboro mans, der uns am Vorabend für die Tour angemeldet hatte. Dort angekommen, war unser Guide ein kaum-englisch sprechender Ecuadorianer, weil der Cowboy eine andere parallel laufende Tour begleitete. Auf hohem Rosse und von stummelschwänzigen Hunden begleitet ritten wir durch Vilcabamba Richtung Podocarpus Nationalpark. Der Weg, kaum breiter als einen Meter schlängelte sich durch Gebirgskämme.





Keuchend quälten sich unsere Gäule die doch beeindruckenden Steigungen hinauf. Krissy: „I think they are tired“. Miguel (keine Ahnung wie der hieß, aber irgendwas mit M): „No, no they are just lazy!“ Ok, dachten wir uns und scheuchten sie mit seltsamen Zischlauten weiter voran.











Christians Pferd lahmte auf allen Vieren, möglicher Weise auch aufgrund mangelnder Führung, sodass Miguel ihm im Austausch seinen flotten Gaul Tigre überließ, der ihn sogleich fast an der nächsten vom Baum hängenden Schlingpflanze erhängte. So ritten wir gen Mittagsmahl, ließen die Hottis am Flussufer stehen und marschierten eine Weile durch den Regenwald.







Angekommen an einem idyllischen Fleckchen nebst des Flußes zauberte uns Miguel ein Mittagessen bestehend aus Brötchen mit Thunfischschlonze fakultative Guacamolepampe y Saft.









Unser Wegbegleiter, der stummelschwänzige Hund, es war inzwischen nur noch einer, durfte natürlich auch nicht zu kurz kommen.



Mit gefüllten Magen machten wir uns auf den Rückweg zu unseren caballos. Und auf gings erneut die steilen Hänge hinauf.



An entlegener Stelle besichtigten wir noch den lokalen Höhepunkt, einen wunderschönen Wasserfall.











Und so war es Christian, der dem kühlen Nass nicht widerstehen konnte.



Unser lieber Guide hatte einen fürchterlichen chuchaqui (Kater) und trotte langsam und völlig erschöpft den Hang hinter uns hinauf zurück zu unseren 1 PS starken Fahrzeugen.





Miguel merkte, dass Krissy unglaublichen Gefallen am Galoppieren gefunden hatte und so hatten wir die Ehre einen geheimen Umweg zu reiten, der erst freimachetiert werden musste, um später auf breitem Wege, unsere Geschwindigkeitsgelüste zu befriedigen, zum Unbehagen Christians, der wie ein Affe auf dem Schleifstein saß… Krissy: „Zum Schreien komisch“:)
Hierzu sollte allerdings erwähnt werden, dass Tigre ein sehr unbändiger Mustang mit eigenem Willen war. Und einfach alle Kommandos ignorierte (eine Bremse hatte dieses Pferd nicht!!!) Und deshalb waren Miguel und Krissy ständig damit beschäftigt Christian und sein wildgewordenes Hotti wieder einzufangen. Die Dorfbewohner wiesen uns immer nur mit einem Handzeichen und den Worten: „Tigre, tigre“ den Weg. Christian: „Fresst Staub ihr Trottel!“



Dazu muss Krissy jetzt und hier sagen, er hat mindestens 10mal erwähnt in was für einer Todesgefahr er geschwebt habe!!! Nach Christians Meinung zu Recht (wie kann man so was auf unerfahrene Reittouristen los lassen). Krissy hätte gerne getauscht!




Zurück in Vilcabamba schälten wir uns von den Rücken unserer treuen Gefährten und liefen wie die Cowboys im Wilden Westen gen Tobi, der es vorzog den Tag in der Hängematte zu verbringen (Tobi: „Pferde nur auf dem Teller!!!“). Um dem Urlaub Würde zu erweisen, beschlossen wir abends im von Peter und Dieter geführten Izhcayluma (Tipp von keinem geringeren als unserem deutsch kanadischen Trunkenbold) zu speisen und die Aussicht zu genießen.







Vollgefressen bestellten wir uns ein Taxi und ließen uns wieder in die Innenstadt transportieren, um vor unserer Holzhütte den ein oder anderen Cuba Libre zu schlürfen.



Das wars von unserem Kurz“urlaub“, 3 Nahtoderfahrungen und nur wenig Entspannung. Am Mittwoch mussten wir dann doch wieder zurück an die Arbeit!

2 Kommentare:

  1. Solche rotznäsigen unterbelichteten Gestalten wie ihr, könnt so etwas gar nicht zu schätzen wissen, weil ihr euch auf nichts anderes einlassen könnt, als auf das, was ihr kennt. So stellt sich mir euer "Bericht und eure Eindrücke" dar. Das sind eure engstirnigen und völlig sinnlosen Betrachtungsweisen der Welt, die nun wirklich niemand braucht. Bleibt ihr mal lieber in eurer heilen Welt, bei Mami und Papi und belästigt niemanden mehr mit euren dümmlichen Kommentaren und Bildern (die könnt ihr noch voller Stolz euren Urenkeln zeigen) ........
    Ich muss nicht anonym bleiben, aber mit dem Rest konnte ich nichts anfangen. Dafür aber mit euren sogenannten Trunkenbolden und sonstigen von euch Deformierten.
    Alles Liebe und fangt mal an, euer Gehirn zu benutzen........

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    1. Da muss ich Ihnen Recht geben. Ich war zwar mit dabei, bin aber nicht für diesen Text verantwortlich. Ich lese diesen gerade das erste Mal selber, nachdem ich nach alten Bildern gesucht habe und auf Ihren Kommentar hier gestoßen bin. Ich bin schockiert! In dieser Zeit hatte ich wenig Lust an diesem Blog mitzuschreiben und habe mich deshalb sehr wenig daran beteiligt. Ich finde es ebenfalls peinlich, dass man nicht nur diese Person deformiert, sondern dabei auch noch sein postpupertäres Gerede falsch schreibt (z.B. "Gelabber"). Das zeugt nicht gerade von der geistigen Reife der schreibenden Person.
      Ich erinnere mich sehr gut an diese Situation und solche Begegnungen sollte man nicht in die Welt hinausposaunen, sondern mit Gelassenheit begegnen, Toleranz üben und seine Meinung in diesem Moment für sich behalten.

      ..............

      Ich entschuldige mich hiermit im Namen aller Beteiligten bei den Lesern dieses Blogs und dem Mann aus Vilcabamba. Ich hoffe, Sie hatten trotzdem ein wenig Spass an einigen Bildern. Ich möchte nicht Anonym bleiben und bin derjenige, der neben dem Hund sitzt und versucht ein wenig wie er auszusehen. Wir haben uns an diesem Tag angefreunet.

      Mit freundlichen Grüßen
      Tobias S.

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