Samstag, 22. September 2012

Mo...Mo...Mo...Moskitos!!!

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

es ist nun ein wenig Zeit ins Land gezogen ohne einen weiteren Blogeintrag. Leider übermannte uns in den letzten vier Tagen die Arbeit, wodurch wir nicht wirklich zum Schreiben gekommen sind. Aber nun ward die Zeit gekommen in der wir wieder aktiv werden sollten. Es war ein verregneter Samstagabend, als sich Lucas an den Laptop setzte und für die Leserschaft in die Tasten hauen sollte. Zuvor war jedoch einiges passiert, was Ihnen nun dargeboten werden soll.
Mittwochs war frühes Aufstehen angesagt, da um 8 Uhr die Fahrt nach Bombuscaro startete. Für Franca und Lucas waren Fahrt und Ankunft am Ort des Geschehens ja schon bekannt und in gewisser Weise Alltag. Für Fionn hingegen war es allerdings komplettes Neuland, jedoch verpasste er die Eindrücke während der Fahrt durch ein pausenloses Gespräch. In Bombuscaro angekommen packte ihn aber der Entdeckergeist und er fing an, die Gegend zu inspizieren.


Auch wenn Franca schon etliche Male hier gewesen war, startete sie frohen Mutes in den Arbeitstag.


Fionn und Darwin mussten ihre Entdeckungen natürlich gleich notieren und fielen ein wenig zurück.


Am Zwischenstopp zu unseren Arbeitsflächen angelangt staunten wir nicht schlecht über moderne Kunst Ecuadors. Wir tauften sie kurzerhand „EcuArt“. Bei Dunkelheit sollte dieses Werk sicherlich noch imposanter aussehen.


Auch alte Bekannte fehlten an der Zwischenstation nicht. Die Blattschneideameisen kreuzten mal wieder vermehrt unseren Weg. Nächstes Mal sollten wir uns dem Erkunden ihres Baus widmen. Er müsste gigantisch sein, da sie schon mindestens ein gefühltes Jahrzehnt daran arbeiten dürften.


Am Versuchsstandort angekommen machten wir uns auch gleich an die Arbeit. Fionn und Darwin, der uns glücklicherweise an diesem Tag zur Hand ging, begannen damit, die alten Versuche der AG abzubauen, d.h. alte Zelte und Streufänger abreissen.


Franca und Lucas machten sich daran, Proben vom im letzten Jahr aufgesetzten Versuch zu nehmen und die Mesokosmen gleich im Anschluss wieder abzubauen. Lucas war noch vom letzten Jahr sehr vertraut mit den Mesokosmen und so war es seine Aufgabe, diese wieder aus dem Boden zu holen. Außer ein paar garstigen Gesellen ließen sich die restlichen Kosmen leicht entfernen. Franca war für die korrekte Probennahme verantwortlich.


Und so sehen die im Boden vergrabenen Kosmen nach einem Jahr Abgeschiedenheit aus. Manche mussten beim Ausbau etwas leiden, waren aber vorher unbeschadet geblieben.


Während der Arbeit an den Kosmen wurden Franca und Lucas ununterbrochen von Moskitos attackiert. Es waren wesentlich mehr als es noch vor einem Jahr der Fall war. Unglücklicherweise hatte Franca ihr Abwehrspray vergessen und Fionn verlor aus unerklärlichen Gründen sein Spray auf dem Weg zum Versuchsstandort. So wurde vor allem Lucas Leinwand für die Moskitokunst. Leider haben wir kein Foto gemacht, aber glauben sie uns, wenn wir ihnen sagen, dass es über 100 Stiche an diesem Tag gewesen sein müssen. Alleine Lucas´ rechte Hand zierten 15 Stiche. Und die Beine sahen bei weitem schlimmer aus.
Am folgenden Donnerstag, den wir auch in Bombuscaro verbrachten, bewaffneten wir uns daher mit Abwehrspray und wanderten mit langen Klamotten durch den Wald, obwohl es unerträglich schwül war. Die Temeperatur, die Moskitos und der knappe Zeitplan am Donnerstag führten dazu, dass wir kaum Fotos gemacht haben. Deshalb sind auch beide Tage zusammengefasst. Aber keine Angst sie verpassen nichts. Die Arbeit war relativ identisch und Pausen hatten wir auch nicht, deswegen hier nicht mehr dazu. Aber nun zurück zum Mittwoch.
Gepeinigt von den Moskitos musste die angestaute Aggression abgelassen werden. Glücklicherweise hatten Darwin und Fionn noch ein paar Zelte zum Abriss stehen gelassen. Lucas ging das Problem gleich mal an.


Am Ende der Arbeit sammelten wir das abgebaute Material und unsere vollen Rucksäcke am Wegrand (ein großer Teil der Metallstangen war von Darwin und Fionn zwischenzeitlich schon zum Auto transportiert worden). Donnerstags war es noch mal eine ähnlich große Menge.


Da wir relativ zügig gearbeitet hatten blieb uns am Mittwoch noch ein wenig Zeit bis zu unserer Abholung. Wieso also nicht die Zeit nutzen und die geschundenen Beine in der Ihnen bereits bekannten Badestelle abkühlen? Gesagt, getan! Wir machten uns also auf, um uns ein wenig zu erfrischen.


Fionn und Lucas fühlten sich sichtlich wohl inmitten des Flusses.


Als wir uns zum Auto aufmachen wollten, wurden unsere Rücksäcke mal wieder von Tieren belagert. Natürlich wurden sie zuerst fotografiert und dann entfernt.


Mit vollgepackten Rucksäcken brachen wir nun zum Auto auf und waren froh, als wir dort endlich ankamen und unsere Rucksäcke ablegen zu können.


Das waren nun also unsere ersten wirklichen Arbeitstage und Francas vorerst letzte in Bombuscaro. Weniger Moskitos hätten wir uns aber dann doch gewünscht, aber das konnten wir uns ja leider nicht aussuchen.
Abends wurden jeweils noch die Proben in die Extraktoren gesetzt und Vorbereitungen für den folgenden Tag getroffen. Die beiden freien Tage waren dann auch mit Vor- und Nachbereiten der Waldtage ausgefüllt. Bilder gibt es aber keine, da es nicht sonderlich spannend war.
Im Laufe der Tage wurde auch einer der Stationshunde, Ranja, von ihren Dreadlocks befreit und war nicht gerade begeistert von dieser Maßnahme. Jedoch war es eine Notwendige und sie wird ja auch bald wieder wie ein Hund aussehen ;)


So sah es übrigens das Stationstal kurz vor Beginn der Schreiberei aus.


Ach ja, Galapagos!!


Morschen geht’s nach Cajanuma. Wir hoffen auf angenehmes Wetter.


Unglaublich, aber wahr!
Bleiben Sie dran für mehr science in nature!


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