als wir am Sonntagmorgen erwachten, trommelte strömender
Regen auf das Stationsdach. Für kurze Zeit machten wir uns schon Sorgen, ob
unser Ausflug vielleicht buchstäblich ins Wasser fallen könnte. Aber zum Glück
klarte der Himmel dann noch auf und in Catamayo, wohin unsere Reise gehen
sollte scheint ja sowieso immer die Sonne.
So machten wir uns auf den Weg hoch zur Straße. Krissy
schaffte es sogar Kai als menschliches Transportmittel zu verpflichten.
Etwa 30 Minuten hinter Loja hieß es dann aussteigen bei dem
kleinen Schrein am Straßenrand. Direkt gegenüber lag der Eingang zu Julios
Farm. Über einen schlammigen Fußweg ging es zu Haus und Grillplatz.
Der Ausblick, den man sowohl vom Haus als auch den dahinter liegenden Weiden hatte, war wirklich einmalig.
Leider ließ das eigentliche Anwesen, wie so oft hier in
Ecuador, doch sehr zu wünschen übrig. Wir waren mal wieder sprachlos darüber
wie man ein Haus an einem so schönen Ort nur so verkommen lassen kann.
Bevor es mit dem Grillgelage losgehen konnte, schauten wir
uns erst einmal gründlich um.
Dana entdeckte gleich eine potenzielle neue Unterkunft.
Während Krissy mit Antonin im vom Tal heraufziehenden Nebel
beinahe für immer verschwunden wäre.
Unser Gastgeber heizte derweil den Grill an und belud ihn
reichhaltig mit den sterblichen Überresten eines Schafes.
Für die Gäste bot sich in der Zwischenzeit ein
außergewöhnliches Unterhaltungsprogramm. Julio waren vor wenigen Tagen 20
Meerschweinchen aus dem Haus entkommen und hatten sich nun auf dem Grundstück
verschanzt. Falls sie sich fragen, warum Julio 20 Meerschweine in seinem Haus
hatte, Meerschweinchen (cuy) sind in Ecuador eine Spezialität und werden sehr
gerne gegessen. Nachdem einige der scheuen Tiere ausgespürt waren, begann die
wilde Jagd.
Erst werden die Nager eingekesselt.
Und dann aus ihrem Unterschlupf getrieben!
Resultat der wilden Jagd waren viele erschöpfte Ecuadorianer
und Gringos und 20 glückliche und freie Meerschweinchen.
Wir mussten zum Essen also doch mit Schaf und Huhn vorlieb
nehmen. Der Grill war jedoch sehr reichhaltig gefüllt, so dass niemand Hunger
leiden musste.
Nach dem Essen war auch die Sonne endgültig durch die Wolken
gebrochen und hatte den letzen Nebel vertrieben. Wir genossen also die Aussicht
in der warmen Sonne.
Kai hatte derweil einen waghalsigen Plan gefasst. Er wollte
den Muli, der sich auf dem Gelände herumtrieb, einfangen und auf ihm reiten.
Als Pferdeflüsterer hatte der durchaus Talent.
Als er allerdings versuchte sich über das störrische Tier zu
legen buckelte dieses und suchte erschrocken das Weite.
Die Mädels machten es sich derweil zwischen dem Gerümpel in
der Sonne gemütlich.
Andere waren vom guten Essen und den leckeren
ecuadorianischen Pilsener-Bieren etwas ausgeschaltet. Antonin schlief erstmal
ne Runde in der Sonne.
Eine weitere Attraktion auf der Farm war Alegria, die kleine
Tochter von Julio! Alfred und Krissy waren nicht die einzigen, die sie am
liebsten mit nach Hause genommen hätte.
Nach einem kleinen Abschlusskaffee wurde noch ein
Gruppenfoto gemacht.
Und dann ging es im Sonnenuntergang wieder zurück Richtung
Loja und zur Station!
Ein absolut gelungener Tag bei super gastfreundlichen und
netten Menschen. So etwas müsste man echt öfter mal machen um aus dem
Stations-Trott herauszukommen.
Für Montag stand dann auch schon wieder ein Einkauf in Loja
auf dem Programm, denn am Abend hatten wir noch so einiges vor und eine ganz
besondere Sache musste auch noch nachgeholt werden…
Unglaublich aber wahr!
Bleiben Sie dran für mehr science in nature!


Wie cool! Klingt echt nach einer schönen Abwechslung!
AntwortenLöschenUnd die Meerschweinchen sind total süß!!! Wie konntet ihr sie nur essen wollen? Ihr Barbaren ^^
Liebe Grüße aus der Mensa in Göttingen (ich sitze hier am Vorverkaufsstand ) Und hier gibt es nur Entenbrust oder Hähnchen-Crossies
...
Schrissl