Dienstag, 1. Mai 2012

Komm cuy, cuy, cuy, cuy....

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

als wir am Sonntagmorgen erwachten, trommelte strömender Regen auf das Stationsdach. Für kurze Zeit machten wir uns schon Sorgen, ob unser Ausflug vielleicht buchstäblich ins Wasser fallen könnte. Aber zum Glück klarte der Himmel dann noch auf und in Catamayo, wohin unsere Reise gehen sollte scheint ja sowieso immer die Sonne.
So machten wir uns auf den Weg hoch zur Straße. Krissy schaffte es sogar Kai als menschliches Transportmittel zu verpflichten.


Mit dem Bus ging es dann auf nach Loja und von dort Richtung Catamayo.


Etwa 30 Minuten hinter Loja hieß es dann aussteigen bei dem kleinen Schrein am Straßenrand. Direkt gegenüber lag der Eingang zu Julios Farm. Über einen schlammigen Fußweg ging es zu Haus und Grillplatz.



Der Ausblick, den man sowohl vom Haus als auch den dahinter liegenden Weiden hatte, war wirklich einmalig.


Leider ließ das eigentliche Anwesen, wie so oft hier in Ecuador, doch sehr zu wünschen übrig. Wir waren mal wieder sprachlos darüber wie man ein Haus an einem so schönen Ort nur so verkommen lassen kann.


Bevor es mit dem Grillgelage losgehen konnte, schauten wir uns erst einmal gründlich um.


Dana entdeckte gleich eine potenzielle neue Unterkunft.


Während Krissy mit Antonin im vom Tal heraufziehenden Nebel beinahe für immer verschwunden wäre.


Unser Gastgeber heizte derweil den Grill an und belud ihn reichhaltig mit den sterblichen Überresten eines Schafes.


Für die Gäste bot sich in der Zwischenzeit ein außergewöhnliches Unterhaltungsprogramm. Julio waren vor wenigen Tagen 20 Meerschweinchen aus dem Haus entkommen und hatten sich nun auf dem Grundstück verschanzt. Falls sie sich fragen, warum Julio 20 Meerschweine in seinem Haus hatte, Meerschweinchen (cuy) sind in Ecuador eine Spezialität und werden sehr gerne gegessen. Nachdem einige der scheuen Tiere ausgespürt waren, begann die wilde Jagd.


Erst werden die Nager eingekesselt.


Und dann aus ihrem Unterschlupf getrieben!


Resultat der wilden Jagd waren viele erschöpfte Ecuadorianer und Gringos und 20 glückliche und freie Meerschweinchen.
Wir mussten zum Essen also doch mit Schaf und Huhn vorlieb nehmen. Der Grill war jedoch sehr reichhaltig gefüllt, so dass niemand Hunger leiden musste.



Nach dem Essen war auch die Sonne endgültig durch die Wolken gebrochen und hatte den letzen Nebel vertrieben. Wir genossen also die Aussicht in der warmen Sonne.


Kai hatte derweil einen waghalsigen Plan gefasst. Er wollte den Muli, der sich auf dem Gelände herumtrieb, einfangen und auf ihm reiten. Als Pferdeflüsterer hatte der durchaus Talent.


Als er allerdings versuchte sich über das störrische Tier zu legen buckelte dieses und suchte erschrocken das Weite.


Die Mädels machten es sich derweil zwischen dem Gerümpel in der Sonne gemütlich.


Andere waren vom guten Essen und den leckeren ecuadorianischen Pilsener-Bieren etwas ausgeschaltet. Antonin schlief erstmal ne Runde in der Sonne.


Eine weitere Attraktion auf der Farm war Alegria, die kleine Tochter von Julio! Alfred und Krissy waren nicht die einzigen, die sie am liebsten mit nach Hause genommen hätte.

Nach einem kleinen Abschlusskaffee wurde noch ein Gruppenfoto gemacht.


Und dann ging es im Sonnenuntergang wieder zurück Richtung Loja und zur Station!

Ein absolut gelungener Tag bei super gastfreundlichen und netten Menschen. So etwas müsste man echt öfter mal machen um aus dem Stations-Trott herauszukommen.
Für Montag stand dann auch schon wieder ein Einkauf in Loja auf dem Programm, denn am Abend hatten wir noch so einiges vor und eine ganz besondere Sache musste auch noch nachgeholt werden…

Unglaublich aber wahr!
Bleiben Sie dran für mehr science in nature!

1 Kommentar:

  1. Wie cool! Klingt echt nach einer schönen Abwechslung!
    Und die Meerschweinchen sind total süß!!! Wie konntet ihr sie nur essen wollen? Ihr Barbaren ^^
    Liebe Grüße aus der Mensa in Göttingen (ich sitze hier am Vorverkaufsstand ) Und hier gibt es nur Entenbrust oder Hähnchen-Crossies
    ...
    Schrissl

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