Dienstag, 14. April 2009

Cola-Diebe, Riesenraupe und Moosmantis!!

"Wer ist schon so bescheuert und klaut eine mitten im Wald stehende, herrenlose UND angebrochene Colaflasche!? - So blöd ist keiner!", waren Dorothees letzte Worte vor dem Aufstieg. Das fanden die anderen auch, also wurde die Flasche wegen ihres großen Gewichts und akutem Platzmangel im Rucksack unten am Weg stehen gelassen, um sich auf dem Rückweg an dem herrlichen, coffeinösen Zuckertränke laben zu können.

Aber beginnen wir doch an diesem Morgen ziemlich früh, denn der "frühe Biologe fängt die Riesenraupe!"
Amore, amore singend brachte uns Abraham in rasanter Fahrt mit dem Stationsauto nach Bombuscaro. Auf 1000m "Tiefe" angekommen bewahrheitete sich bereits nach wenigen Minuten unsere am Morgen aufgestellte These! Denn wir trafen "el monstro" die Riesenraupe...



Christian vertrat die Auffassung, dass es sich dabei um eine Kreatur, von erdgebundener Grobschlacht beschaffen, aus den Tiefen des Hades handelte, allein zu dem Zweck erschaffen zu FRESSEN!!!!!
Wir wagten es nicht ihm zu widersprechen.... denn das Tier hatte tatsächlich den Baum auf dem wir es entdeckten im Alleingang vollständig vertilgt!
Wir konnten das Untier jedoch unschädlich machen, indem wir es in eine Plastikdose packten und zur wissenschaftlichen Analyse mit auf die Station nahmen (Mitbringsel für Falter-Flo)


Aber nicht nur die Herbivoren sondern auch ihr Futter ist hier unten auf 1000 Meter Höhe erheblich größer! Bitte beachten sie das von uns auf 10 Meter geschätzte, gefiederte, direkt hinter Christian am Boden beginnende Palmenblatt:


Danach suchten und erkletterten wir die Versuchsflächen! Wo wir wieder bei der oben erwähnten Cola wären! Das arme Ding blieb herrenlos am weg zurück und wir machten uns daran, die Litterbags und Mesofauna-Proben zu suchen und aus dem Wald zu holen! Ohne zu übertreiben, dabei hätte selbst Chuck Norris eine Schweißperle vergossen!



Außerdem erschwerte uns ein umgefallener Baum die Arbeit, der sich erdreistete die Litterbags unter sich zu begraben! Franca hatte einige Mühe sie zu bergen...


Dank gutem Teamwork schafften wir es dennoch, alle 16 Mesofauna Proben und alle Litterbags einzusammeln und sicher nach unten auf den Weg zu bringen und freuten uns auf unsere leckere Cola als Belohnung....

Doch unglaublich aber wahr... Es WAR jemand so bescheuert und hatte die mitten im Wald stehende, herrenlose UND angebrochene Colaflasche bis auf einen "Anstandsrest" schamlos geleert!! Zutiefst schockiert und durstig schleppten wir uns zurück ins Basislager!
Zum Glück hatten wir unsere Mission dennoch erfüllt und konnten so am Abend die Mesofaunaproben in Ruhe in die modified Kempson Extractors einsetzten...
Jetzt noch eine ganz besondere Entdeckung! An einem mit Moos bewachsenen Stamm entdeckte Christian eine der wahrscheinlich kleinsten und am besten getarnten Gottesanbeterinnen der Welt:

Unglaublich aber wahr.
Bleiben sie dran, für mehr science in nature!

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